Nordzucker Post 5/2026 - 23. Juli 2026
Erstes Quartal 2026/27: Umsatz und operatives Ergebnis erwartungsgemäß weiter rückläufig
Der Nordzucker Konzern hat Ende Mai 2026 das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 erwartungsgemäß mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung und einem leicht negativen Ergebnis abgeschlossen.
Der Konzernumsatz lag mit 523 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (603 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) betrug minus 14 Millionen Euro nach minus 6 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres.
Niedrige Zuckerpreise sowohl im EU- wie auch im Weltmarkt wirkten sich damit auch weiter auf das Ergebnis aus. Ein Anstieg der Preise und Absatzmengen bei Ethanol und Rübenschnitzelpellets konnte den Verlust teilweise kompensieren. Ergebnisstabilisierend wirkten zudem rückläufige Logistik- und Verwaltungskosten als Ergebnisse unserer internen Kostensenkungsmaßnahmen.
„Der europäische Zuckermarkt steht weiterhin unter Druck. Hohe Lagerbestände in der EU sowie steigende Produktionserwartungen in wichtigen Erzeugerländern belasten die Marktentwicklung. Vor diesem Hintergrund haben wir die Anbauflächen in der EU für das aktuelle Anbaujahr erneut reduziert und erwarten daher eine geringere Verarbeitungsmenge in der kommenden Kampagne. Eine spürbare Erholung des Marktes ist kurzfristig jedoch noch nicht absehbar. Gleichzeitig bleiben die tatsächlichen Erntemengen von Faktoren abhängig, die wir nur begrenzt beeinflussen können – insbesondere von der Witterung sowie einem möglichen Schädlingsbefall im weiteren Verlauf des Sommers und Frühherbsts.“, so Alexander Godow, COO.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet Nordzucker aufgrund der aktuellen Marktsituation ein negatives Ergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Frühzeitig im vergangenen Jahr starteten verschiedene Kostenoptimierungsinitiativen und Nordzucker intensivierte die bereits existierenden Exzellenzprogramme. „Die Effekte aus der Anpassung der Rübenpreismodelle und unserer internen Initiativen wie die Reduzierung von Verwaltungskosten, die weitere Anpassung der Netzwerkstruktur und die Steigerung der Profitabilität im Deutschland-Geschäft greifen vollumfänglich erst im Geschäftsjahr 2027/28. Dann rechnen wir aufgrund unserer umfangreichen Maßnahmen und einer bis dahin einsetzenden möglichen Markterholung wieder mit einem positiven Ergebnis. Wir haben frühzeitig und mit aller Konsequenz begonnen gegenzusteuern, um aus eigener Kraft in diesem herausfordernden Umfeld wieder profitabel zu werden“, erklärt CFO Alexander Bott.