Nachhaltigkeit beginnt im Feld
Zuckerrübe und Zuckerrohr stehen am Anfang unserer Herstellungsprozesse. Ihr Anbau beeinflusst zentrale Umweltfaktoren wie Klima, Böden und Wasser – und stellt so einen wichtigen Hebel für unsere Nachhaltigkeitsleistung dar. Die Reduktion von Treibhausgasemissionen ist dabei ein zentrales Ziel. Wir haben uns im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi) verpflichtet, Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich zu senken. Speziell für die anbaubezogenen Emissionen gelten dabei sogenannte FLAG-Ziele (Forest, Land and Agriculture), die im Vergleich zum Basisjahr 2018 eine Reduktion um 36 Prozent bis 2030 vorsehen. Diese Ziele geben den Rahmen für unsere Aktivitäten zur CO₂-Reduktion im Anbau vor.
Pilotprojekte im Zuckerrübenanbau
Gemeinsam mit unseren Landwirtinnen und Landwirten sowie Partnern aus Industrie und Forschung erproben wir konkrete Maßnahmen zur CO₂-Reduktion im Anbau. Ein Schwerpunkt liegt auf CO₂-reduziertem Stickstoffdünger, bei dessen Herstellung erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Er unterscheidet sich in der Düngewirkung nicht von konventionellen Produkten, ermöglicht aber eine Reduktion der CO₂-Emissionen im Rübenanbau um 10 bis 15 Prozent. Darüber hinaus testen wir auch CO₂-reduzierten Kalidünger und alternative Kraftstoffe wie HVO100. Die Projekte werden schrittweise ausgeweitet und durch eine begleitende Datenerfassung weiterentwickelt. Weitere Ansätze – etwa konservierende Bodenbearbeitung, Zwischenfruchtanbau oder die gezieltere Sortenwahl – befinden sich in der Erprobung oder Analyse.
Partnerschaftlich nach vorn
Nachhaltiger Anbau gelingt nur gemeinsam. Deshalb setzen wir auf einen engen Austausch mit unseren Anbaupartnerinnen und Anbaupartnern und auf Lösungen, die praktikabel sind und zu unterschiedlichen betrieblichen Voraussetzungen passen. Wichtig ist uns dabei auch, Kosten transparent zu machen und fair entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu berücksichtigen.