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5. Februar 2026

Strategische Transformation: Nordzucker beendet Zuckerproduktion in der Slowakei

Nordzucker stellt die Zuckerproduktion im slowakischen Trenčianská Teplá nach der Kampagne 2025/26 ein und richtet den Standort als Vertriebs- und Logistikzentrum neu aus. Mit dieser strategischen Entscheidung stärkt das Unternehmen die Versorgungssicherheit in Südosteuropa und passt seine Produktionsstruktur an ein herausforderndes Marktumfeld an.

Nordzucker stellt die Zuckerproduktion im slowakischen Trenčianská Teplá nach der Kampagne 2025/26 ein und führt den Betrieb als Vertriebs- und Logistikzentrum weiter. Mit dieser Entscheidung reagiert das Unternehmen auf ein herausforderndes Marktumfeld sowie die seit längerer Zeit rückläufige Profitabilität der Rübenzuckerproduktion am slowakischen Standort Trenčianská Teplá. Die Versorgung des Marktes in Südosteuropa bleibt durch das Vertriebs- und Logistikzentrum weiterhin sichergestellt. Die Schließung der Zuckerproduktion macht einen Personalabbau unvermeidlich – dieser betrifft etwa die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort.  

Herausfordernde Bedingungen am Standort Trenčianská Teplá 

Die Analyse der vergangenen Jahre zeigt deutlich, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Zuckerherstellung am Standort Trenčianská Teplá zunehmend verschlechtert haben. Klimatische Herausforderungen, Schädlingsaufkommen und Pflanzenkrankheiten, höhere Produktionskosten sowie ein Rückgang sowohl der verfügbaren Rübenmengen als auch der Rübenqualität führten zu einer fortlaufend sinkenden Profitabilität. Wachsende Anforderungen zur Dekarbonisierung der Zuckerproduktion sowie begrenzte Möglichkeiten der Effizienzsteigerung verschärften diese Entwicklung. 

Konsequente Umsetzung der Strategie Fields for Growth – Intensivierung bestehender Exzellenzprogramme 

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung Fields for Growth verfolgt Nordzucker das Ziel, den Konzern in einem volatilen Marktumfeld langfristig profitabel aufzustellen, die Kostenstrukturen weiter zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit aller Standorte in Europa zu bewerten. „Wir treffen diese Entscheidung mit Blick nach vorn und aus Verantwortung für die langfristige Stabilität und Profitabilität unseres Unternehmens“, betont Lars Gorissen, Chief Executive Officer der Nordzucker AG. Angesichts der Lage am Zuckermarkt mit Überkapazitäten und geringen Margen hat Nordzucker bereits 2025 ein umfassendes Maßnahmenpaket gestartet und dieses 2026 noch ergänzt. So will das Unternehmen aus eigener Kraft die Profitabilität langfristig sichern.  

„Mit Blick auf den Markt gilt es, unsere Werkstruktur fortlaufend zu optimieren. So haben wir die Zuckerproduktion in Schweden auf das Werk Örtofta konzentriert und die Flüssigzuckerproduktion in Deutschland am Standort Nordstemmen gebündelt mit dem Ziel, uns an Marktherausforderungen anzupassen und unsere Effizienz zu steigern. Die Transformation unseres Standorts Trenčianská Teplá ist ein weiterer Schritt, um unsere europäische Produktions- und Logistikstruktur zukunftsfähig auszurichten“, erklärt Alexander Godow, Chief Operating Officer der Nordzucker AG.

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