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Preise erholen sich langsam

Nach seinem enormen Rückgang steigt der EU-Zuckerpreis laut Kommissionsbericht nun wieder - allerdings nur sehr zögerlich. Im Oktober 2019 lag er bei 332 Euro pro Tonne, ein Niveau, das zuletzt im September 2018 überschritten wurde.

Die erneute Sommertrockenheit im Jahr 2019 führte dazu, dass die Erträge in den wichtigsten Erzeugerländern der EU, also vor allem in Frankreich, Deutschland und Polen, weit unter dem Fünfjahresdurchschnitt lagen. Die EU-Prognosen für das laufende Zuckerwirtschaftsjahr gehen daher davon aus, dass die EU-Zuckererzeugung nicht das Volumen des schwachen Vorjahres erreichen wird.

"Aufgrund zweier aufeinanderfolgender Jahre mit rückläufigen Produktionsmengen sehen wir steigende Preise in der EU", so Erik Bertelsen, CMO.

Die Analysten von F.O. Licht haben ihre Weltzuckermarktbilanz für 2019/20 von einem Defizit von 4,2 Millionen Tonnen in der Juli-Ausgabe auf ein Defizit von 6,5 Millionen Tonnen in der Oktober-Ausgabe und auf fast 11 Millionen Tonnen in der Januar-Ausgabe nach unten korrigiert. Dies ist hauptsächlich auf eine Verringerung der Produktionsschätzungen für Indien und Thailand zurückzuführen, während die geringere Produktion in der EU durch die höhere Produktion in Russland mehr als ausgeglichen wird. Trotz des erwarteten Defizits stagnierte der Weltmarktpreis aufgrund hoher Lagerbestände, insbesondere in Indien, Thailand und Brasilien, auf einem niedrigen Niveau. Gegenwärtig sehen wir jedoch einen Anstieg der Weltmarktpreise.

"Es war lange Zeit nicht die Frage, ob das erwartete Defizit sich positiv auf den Weltmarktpreis auswirken würde, die Frage war eher, wann. Jetzt sehen wir endlich den Effekt, aber wie stark und wie lange er anhalten wird, ist ungewiss. Zumal die Ernteschätzungen, vor allem in Indien und Thailand, immer sehr unsicher sind. Die derzeitige positive Entwicklung der Weltmarktpreise hängt auch mit dem starken Ölpreis zusammen, da dieser die Ethanolpreise nach oben treibt und somit mehr Zuckerrohr für die Ethanolproduktion und weniger für die Zuckerproduktion - vor allem in Brasilien - verwendet wird. Folglich hat die Entwicklung der Ölpreise auch einen starken Einfluss auf den Weltmarktpreis", betont Erik Bertelsen.


Zuckerpreise erholen sich langsam

 
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