{"id":12557,"date":"2026-05-28T12:00:00","date_gmt":"2026-05-28T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/?post_type=news_article&#038;p=12557"},"modified":"2026-05-27T15:55:23","modified_gmt":"2026-05-27T13:55:23","slug":"nordzucker-jahresabschluss-2025-26-konsequente-massnahmen-in-einem-extrem-herausfordernden-marktumfeld","status":"publish","type":"news_article","link":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/news\/nordzucker-jahresabschluss-2025-26-konsequente-massnahmen-in-einem-extrem-herausfordernden-marktumfeld\/","title":{"rendered":"Nordzucker-Jahresabschluss 2025\/26: Konsequente Ma\u00dfnahmen in einem extrem herausfordernden Marktumfeld"},"content":{"rendered":"<figure>\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/05\/Nordzucker_Vorstand-scaled.jpg\" class=\"max-w-full\" \/>\n\t\t<\/figure>\n\n\n<div class=\"py-4 text-xl leading-8\">\n\tDer Nordzucker Konzern hat das Gesch\u00e4ftsjahr 2025\/26 in einem au\u00dfergew\u00f6hnlich herausfordernden Marktumfeld abgeschlossen. Zwei sehr ertragreiche R\u00fcbenernten in Folge, hohe Best\u00e4nde im EU-Zuckermarkt und stark gefallene Absatzpreise belasteten die Ertragslage. Der Umsatz ging auf rund 2,34 Milliarden Euro zur\u00fcck und das operative Ergebnis lag bei minus 226 Millionen Euro. Nordzucker hat fr\u00fchzeitig mit einem konsequenten Ma\u00dfnahmenpaket reagiert, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit nachhaltig zu stabilisieren und zu st\u00e4rken.<\/div>\n\n\n<p>\u201eDie Zuckerbranche ist aktuell von einer extrem herausfordernden Marktlage betroffen. Zwei sehr hohe Ernten in Folge in Europa haben ein deutliches \u00dcberangebot verursacht, das die Preise massiv unter Druck gesetzt hat\u201c, erl\u00e4uterte Lars Gorissen, Chief Executive Officer (CEO) der Nordzucker AG, bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Braunschweig. \u201eDiese Marktdynamik geh\u00f6rt zu unserem Gesch\u00e4ft, ist in dieser Auspr\u00e4gung jedoch au\u00dfergew\u00f6hnlich. Entscheidend ist, dass wir aktiv gegensteuern: mit unserer Strategie, unseren nochmals nachgesch\u00e4rften Exzellenzinitiativen und einem zus\u00e4tzlichen Sofortprogramm.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei besonders ertragreiche R\u00fcbenernten und ein strukturell r\u00fcckl\u00e4ufiger Zuckerkonsum haben zu hohen Best\u00e4nden im EU-Zuckermarkt beigetragen. Gleichzeitig verst\u00e4rken sinkende Weltmarktpreise infolge hoher Produktionsmengen auf dem Weltmarkt den Preisdruck weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nordzucker hat in einer durchschnittlich langen Kampagne rund 2,8 Millionen Tonnen Zucker aus R\u00fcben erzeugt \u2013 etwas weniger als im Vorjahr. Die Verarbeitungsleistung lag dabei auf einem insgesamt hohen Niveau. Die australische Tochter Mackay Sugar Ltd. erzeugte rund 0,6 Millionen Tonnen Rohzucker aus Zuckerrohr. Der Umsatz des Nordzucker Konzerns sank im Gesch\u00e4ftsjahr 2025\/26 auf rund 2,34 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,77 Milliarden Euro). Hauptursache war das deutlich niedrigere Preisniveau f\u00fcr Zucker in Europa und auf dem Weltmarkt. Der Jahresfehlbetrag vor Fremdanteilen lag bei minus 171,7 Millionen Euro nach 84,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf minus 226 Millionen Euro (Vorjahr: plus 100,5 Millionen Euro) \u2013 inklusive einer Belastung durch Sondereffekte in Europa von rund minus 160 Millionen Euro. Das Unternehmen verzeichnet damit ein historisch niedriges Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus resultierend werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 9. Juli 2026 vorschlagen, keine Dividende f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2025\/26 auszusch\u00fctten (Vorjahr: 0,40 Euro pro Aktie).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ergebnisentwicklung durch Marktdynamik gepr\u00e4gt<\/h4>\n\n\n\n<p>\u201eDer Preisverfall, der sich seit Herbst 2024 am Markt abzeichnete, wirkte sich im Gesch\u00e4ftsjahr 2025\/26 voll im Ergebnis aus\u201c, sagte Alexander Bott, Chief Financial Officer (CFO) von Nordzucker, mit Blick auf die Kennzahlen des abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahres. \u201eUnsere fr\u00fchzeitig eingeleiteten Exzellenz- und Kostensenkungsma\u00dfnahmen zeigen Wirkung. Dennoch konnten die negativen Markteffekte im Berichtsjahr nicht vollst\u00e4ndig ausgeglichen werden.\u201d Bott erg\u00e4nzte: \u201eWir haben fr\u00fchzeitig wirkungsvolle Ma\u00dfnahmen auf den Weg gebracht und setzen diese schrittweise um. Das st\u00e4rkt unsere Resilienz gegen\u00fcber zuk\u00fcnftigen volatilen Marktentwicklungen.\u201d Bereits umgesetzte Ma\u00dfnahmen wirken sich, aufgrund des Gesch\u00e4ftsmodells, erst mit einem Zeitverzug positiv auf die Ergebnisentwicklung aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das negative Ergebnis ist vor allem auf das europ\u00e4ische Zuckergesch\u00e4ft zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das Rohrzuckergesch\u00e4ft konnte vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund 0,3 Millionen Euro zum Konzern-EBIT beitragen. Der Jahres\u00fcberschuss lag bei plus 1,5 Millionen Euro. Die in den vergangenen Jahren vorangetriebenen Aktivit\u00e4ten, um das Gesch\u00e4ft in Australien zu optimieren und die Profitabilit\u00e4t zu verbessern \u2013 insbesondere die Verf\u00fcgbarkeit der Werke \u2013, zahlen sich weiter aus. Die Verm\u00f6gens- und Finanzlage im Konzern bleibt solide, die Eigenkapitalquote liegt weiterhin auf hohem Niveau bei 55 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ma\u00dfnahmenpakete st\u00e4rken Kostenstruktur und Resilienz<\/h4>\n\n\n\n<p>Angesichts der Marktvolatilit\u00e4t hat Nordzucker bestehende Exzellenzinitiativen weiter intensiviert und ein zus\u00e4tzliches Sofortprogramm aufgelegt. Im Fokus stehen dabei die Reduzierung von Verwaltungskosten, dazu z\u00e4hlen Personal- und Sachkosten, au\u00dferdem die Anpassung der Netzwerkstruktur und die Steigerung der Profitabilit\u00e4t, insbesondere im Deutschland-Gesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAngesichts dieses Marktumfelds ist Abwarten keine Option. Genau deshalb sind die eingeleiteten strukturellen Ma\u00dfnahmen und der klare Kostenfokus entscheidend\u201c, betonte Alexander Godow. \u201eWir passen unser Netzwerk an die ver\u00e4nderten Marktbedingungen an und st\u00e4rken unsere operative Leistungsf\u00e4higkeit.\u201c Bereits umgesetzt wurden strukturelle Anpassungen unter anderem in Finnland und der Slowakei. Ziel ist ein robustes, effizienteres und wettbewerbsf\u00e4higes Produktions- und Logistiknetzwerk, das Herausforderungen besser abfedern kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Optimierung und St\u00e4rkung des Kerngesch\u00e4fts R\u00fcbe setzt Nordzucker konzernweite Exzellenzinitiativen um. In Deutschland wurde zudem gemeinsam mit den Anbauerinnen und Anbauern ein angepasstes R\u00fcbenpreismodell eingef\u00fchrt, das agiler und flexibler auf die Marktlage reagieren kann. \u201eZuckerproduktion und R\u00fcbenanbau funktionieren nur gemeinsam\u201c, sagte Lars Gorissen. \u201eDas neue R\u00fcbenpreismodell in Deutschland ist ein wichtiger Schritt und Signal f\u00fcr andere Nordzucker-L\u00e4nder. Es st\u00e4rkt den zukunftsf\u00e4higen R\u00fcbenanbau in Europa.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Dekarbonisierung wirkt auch wirtschaftlich<\/h4>\n\n\n\n<p>Trotz des aktuellen Ergebnisdrucks treibt Nordzucker die Dekarbonisierung der Produktion und die Investitionen in die Werke voran \u2013 auch vor dem Hintergrund steigender Anforderungen von Kunden, Gesellschaft und Gesetzgebung. So investierte Nordzucker im Gesch\u00e4ftsjahr 2025\/26 rund 160 Millionen Euro in seine europ\u00e4ischen Standorte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus setzt Nordzucker im Rahmen des eigenen GoGreen-Programms weitere Dekarbonisierungsprojekte um, darunter einen neuen Extraktionsturm in Schladen sowie die Erweiterungen von Verdampfstationen in den Werken in Uelzen, Klein Wanzleben und Clauen. \u201eWir haben in den vergangenen Jahren intensiv in die Dekarbonisierung investiert. Das zahlt sich jetzt aus: wirtschaftlich und in der CO2-Reduktion unserer Produkte. Damit verbessern wir unsere Kostenstruktur, reduzieren perspektivisch die Abh\u00e4ngigkeit von volatilen Energiepreisen und erf\u00fcllen Kundenanforderungen\u201c, so Godow.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Strategie Fields for Growth gibt Richtung vor<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit der Strategie Fields for Growth verfolgt Nordzucker einen klaren Kurs bis 2033: ein gewachsenes, diversifizierteres und profitables Unternehmen. \u201eFields for Growth gibt uns eine klare Strategie: Ziel ist, unser Gesch\u00e4ft st\u00e4rker zu diversifizieren und unsere Abh\u00e4ngigkeit vom europ\u00e4ischen Markt zu verringern, jedoch gleichzeitig unsere Marktposition in Europa m\u00f6glichst auszubauen\u201c, betonte Lars Gorissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nordzucker setzt beim Wachstum auf die Erweiterung des Gesch\u00e4ftsbereichs Rohr, der bereits heute mit dem Gesch\u00e4ft in Australien einen Beitrag zum Konzernergebnis leistet und resilienter in den Marktzyklen funktioniert. Der beabsichtigte Einstieg in den Wachstumsmarkt f\u00fcr alternative Proteine und funktionale Zutaten f\u00fcr Lebensmittel (Smart Ingredients) rundet die Wachstums- und Diversifizierungsstrategie ab. Nordzucker sieht nach wie vor gro\u00dfes Potenzial in diesem Markt. Die Strategie zum Markteintritt ist auf m\u00f6gliche Partnerschaften und Beteiligungen ausgerichtet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ausblick: R\u00fcckkehr zur Profitabilit\u00e4t bleibt im Fokus<\/h4>\n\n\n\n<p>Zur Entlastung des Markts hat Nordzucker erneut die Anbaufl\u00e4che reduziert. Das Unternehmen geht daher davon aus, dass sich die Balance zwischen Angebot und Nachfrage verbessert, und erwartet mit dem neuen Anbaujahr eine schrittweise Erholung des Preisniveaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Nordzucker rechnet damit, dass die eingeleiteten Ma\u00dfnahmen zur Anpassung der Kostenstruktur schrittweise Wirkung entfalten, und budgetiert f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2026\/27 ein negatives EBIT im mittleren zweistelligen Millionenbereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel des Unternehmens ist es, im Gesch\u00e4ftsjahr 2027\/28 wieder ein positives EBIT zu erzielen \u2013 im Wesentlichen getragen durch die Beitr\u00e4ge aus Exzellenzinitiativen, das Sofortprogramm sowie durch angepasste Preis- und Kostenstrukturen. \u201eWir haben die richtigen Weichen gestellt, um aus eigener Kraft in einem herausfordernden Umfeld wieder profitabel zu wirtschaften\u201c, fasste Gorissen zusammen. \u201eDas gibt uns Klarheit und Zuversicht f\u00fcr den Weg nach vorn.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nordzucker AG hat das Gesch\u00e4ftsjahr 2025\/2026 in einem au\u00dferordentlich schwierigen Marktumfeld abgeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"template":"","acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news_article\/12557"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news_article"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news_article\/12557\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12581,"href":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news_article\/12557\/revisions\/12581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nordzucker.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}